Frauen haben in Nordrhein-Westfalen vom Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt profitiert. Die neu entstandenen Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor bieten gerade Frauen gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen und ihr Anteil an den Erwerbstätigen steigt seit Jahren an. 2004 waren von den 7,4 Mio. Erwerbstätigen in NRW 3,3 Mio. Frauen. Frauen stellen heute 44 % der Erwerbstätigen in NRW, ihr Anteil an den Arbeitslosen liegt leicht unter diesem Wert (Ergebnisse des Mikrozensus 2004).
Verschiedene Personengruppen sind unterschiedlich von Arbeitslosigkeit betroffen: So sind jüngere Frauen weitaus seltener arbeitslos als Frauen über 35 Jahre. Für Frauen, die Teilzeitstellen suchen, ist es schwerer, aus der Erwerbslosigkeit herauszukommen. Akademikerinnen haben zwar im Vergleich zu geringer qualifizierten Frauen bessere Beschäftigungschancen, doch sind sie stärker als ihre männlichen Kollegen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Wie sich der Arbeitsmarkt für Frauen in Nordrhein-Westfalen monatlich jeweils entwickelt hat, kann auf den Seiten der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit verfolgt werden: Hier geht es zu den monatlichen Arbeitsmarktberichten.
Umfangreiche Daten zur Entwicklung der Qualifikation und Erwerbstätigkeit von Frauen in Nordrhein-Westfalen von 1992 bis 2002 finden Sie in der gleichnamigen Veröffentlichung des nordrhein-westfälischen Frauenministeriums. Die detaillierte statistische Analyse des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) können Sie online hier auf frauennrw.de abrufen.
Unter dem Titel "Entwicklung der Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt" hat die Bundesagentur für Arbeit 2005 eine umfassende Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation von Frauen, der Entwicklungen von Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit und der Beteiligung von Frauen an den Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung veröffentlicht. Sie kann über die Seiten der BA hier online abgerufen werden.