Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Gründen

"Eine Sache lernt man, indem man sie macht". Dieser Ausspruch des italienischen Schriftstellers Cesare Pavese trifft in vielerlei Hinsicht gerade auf die Selbständigkeit zu. Eine gute Vorbereitung ist aber dennoch eine notwendige Voraussetzung für die Gründung, um vor allzu großen Überraschungen sicher zu sein. Auf den folgenden Seiten sind hilfreiche Tipps und Links für die unternehmerische Anfangsphase zusammengestellt.

Potenziale erkennen

Geld zu verdienen und eigenverantwortlich zu arbeiten sind die Hauptmotive für Frauen, die ein Unternehmen gründen. Dabei experimentiert die eine zunächst mit einer Teilzeitgründung, die andere übernimmt gleich den Familienbetrieb. Die eine setzt auf die Gesundheitsbranche, die andere macht aus ihrer künstlerischen Begabung eine erfolgreiche Geschäftsidee. Die eine gründet nach der Familienphase, die andere, weil sie Familie und Beruf besser selbstständig vereinbaren kann. Die eine beendet ihre Erwerbslosigkeit mit einer Geschäftsgründung, die andere steckt ihre Energie in eine Karriere im eigenen Betrieb.

Einen anschaulichen Eindruck dieser unternehmerischen Vielfalt in NRW gibt "existenzielle", die bundesweit einmalige Zeitschrift für selbstständige Frauen, die im westfälischen Münster erscheint: Mit Unternehmerinnenportraits, Branchenanalysen und betriebswirtschaftlichen Themen.

Einen Online-Kurs für Existenzgründerinnen, eine Hotline sowie Infos zu Veranstaltungen, Publikationen usw. bietet die erste bundesweite Gründerinnenagentur im Netz an.

An einem Strang: Gründungsförderung

Nordrhein-Westfalen hat eine starke Infrastruktur für Gründerinnen und Unternehmerinnen aufgebaut, um selbstständige Frauen und Unternehmerinnen zu unterstützen und Gründungshemmnisse abzubauen. Das GO! Gründungsnetzwerk ist als Gemeinschaftsinitiative von Land und Wirtschaft ins Leben gerufen worden. Das GO! Gründungsnetzwerk möchte zur Gründung motivieren, junge Unternehmen stabilisieren und eine neue Kultur der Selbständigkeit schaffen. Frauen sind eine zentrale Zielgruppe der GO!.

Wesentliche Ansätze der NRW-Mittelstandsoffensive Move - und des GO! Gründungsnetzwerkes - werden im "Masterplan Selbstständigkeit" gebündelt und weiterentwickelt. Dabei soll dezidiert die Gründung von Frauen in der ganzen Breite und Vielfalt unterstützt werden.

Dank der intensiven Zusammenarbeit der Beteiligten wächst allgemein das Wissen über die veränderten Anforderungen an Gründungsförderung.

Heute gehören Instrumente wie der "Unternehmerinnentag Ruhrgebiet" oder der "Unternehmerinnenbrief NRW" selbstverständlich zur Wirtschafts- und nicht nur zur Frauenförderung in Nordrhein-Westfalen. Die klassischen Instrumente öffnen sich neuen Bedarfen und Entwicklungen, z.B. der starken Zunahme von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit.

Finanzieren, aber wie?

Eine solide Finanzierung bildet die Basis für den Erfolg der Gründung. Noch vor rund zehn Jahren waren eine Reihe von Förderprogrammen so konzipiert, dass viele Frauen sie nicht in Anspruch nehmen konnten: Die Mindestinvestitionssummen lagen deutlich über dem für Dienstleistungsunternehmen notwendigen Kapitaleinsatz oder die erwarteten Eigenmittel konnten z.B. von Frauen, die sich nach einer Familienphase selbständig machen wollten, nicht aufgebracht werden.

Inzwischen sind in den meisten Programmen die Förderbedingungen so überarbeitet worden, dass auch Frauen gute Aussichten haben, von den Fördermitteln zu profitieren.

Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen gibt Ihnen die Broschüre "Impulse für die Wirtschaft".

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau/Mittelstandsbank hat im Rahmen ihres Portals einen Gründungskatalog eingerichtet mit Tipps und Links von "Gründung aktiv" bis "Gründungswissen".
Hier finden sich auch Informationen zu den Mikro-Darlehen der Mittelstandsbank.

Einen Überblick über sämtliche Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union gibt die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums. Hier kann recherchiert werden, für welche Vorhaben Finanzhilfen zur Verfügung stehen.

Vielfalt, gut beraten

Eine gute Gründungsberatung weiß, dass unterschiedliche Zielgruppen neben vergleichbaren Fragen auch unterschiedliche Anliegen und Voraussetzungen haben. Und sie stellt sich darauf ein. Die Angebote differenzieren sich täglich neu aus - ein vorläufiger Überblick:

Eine Gründung gut vorbereiten - das geht auch online: So bietet die Fachhochschule Karlsruhe einen Existenzgründungskurs online speziell für Frauen.

Besser mit Partner/in gründen? Das Projekt "Gründen im Team", gefördert vom Land NRW und der EU, unterstützt Gründungen im Team.

Übrigens: Die verschiedenen Beratungsangebote in Ihrer Region und Hinweise zu entsprechenden Förderungsmöglichkeiten finden Sie auf der Internetsite des GO!Gründungsnetzwerkes.

Unternehmensnachfolgerinnen dringend gesucht!

Was muss beachtet werden? Und wie kommen Nachfolgerinnen und Verkäufer bzw. Verkäuferin zusammen? Wissen, Austauschbörsen und Hilfen dazu gibt es auf Bundes- und Länderebene bei dem Internetangebot von "nexxt - Initiative Unternehmensnachfolge.

Auch die online abrufbare Broschüre"nexxt Initiative Unternehmensnachfolge" bietet zahlreiche Informationen und praktische Tipps für Unternehmer und ihre Nachfolgerinnen.

 

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