Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Wachsen

Die Räume stimmen, die Kunden kommen, die Geschäfte gehen gut - der Anfang ist gemacht.
Genügt das? Was, wenn schon mal Aufträge wegen fehlender Ressourcen nicht angenommen werden können? Wie steht es mit anderen Ideen, die gut zum "Geschäft" passen würde? Wie klappt das Zeitmanagement: Zu wenig Zeit für die Familie, zu viel unterwegs - Büro nicht besetzt? Gute Gründe über Wachstum nachzudenken. Was dazu gehört, das Erreichte zu stabilisieren und auszubauen: mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Potenzialanalyse: Chancen und Perspektiven

Wenn Sie die Gründung positiv erlebt haben, reicht der Mut vielleicht für Mehr - für neue Märkte und interessante Kooperationen, für weiteres Wachstum und mehr Kapitaleinsatz und Arbeitsplätze. Etwa drei Jahre nach der Existenzgründung ist ein guter Zeitpunkt, die bisherige Geschäftsentwicklung zu analysieren und strategisch zu überlegen, wo das Unternehmen in einigen Jahren stehen soll.
Für Fragen dieser Art gibt es qualifizierte Beratung, die in Nordrhein-Westfalen, - je nach Alter des Unternehmens - finanziell gefördert wird.

Potenzialberatung im Beratungsprogramm Wirtschaft (BPW)
Wo liegen die Stärken (beispielsweise Kundenbindung, Erreichbarkeit, Service etc.), wo die Schwächen (Telefonakquise? Marketingkonzept?), dies sind Leitfragen der Potentialanalyse. Aus der Analyse wird ein Handlungsplan zur Optimierung betrieblicher Abläufe entwickelt. Analyse, Beratung und Schritt-für-Schritt-Umsetzung der Maßnahmen werden nach demselben Modell gefördert wie die Festigungsberatung: Die Anzahl der bewilligten Beratungstage ist abhängig von der Anzahl der im Unternehmen Beschäftigten (maximal 10 Beratungstage für Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, maximal 15 Beratungstage für Unternehmen ab 50 Beschäftigten).

Tipps und Anregungen für Unternehmen zur Auswahl von Beratungsunternehmen, zur Vertragsgestaltung oder zum Ablauf einer Potenzialberatung enthält die Handreichung der G.I.B "Mit Potenzialberatung modernisieren".

Neue Arbeitszeiten - unternehmerische Spielräume: Arbeitszeitberatung im Beratungsprogramm Wirtschaft (BPW)
Flexible Arbeitszeitmodelle haben sich als Instrument gerade in solchen Unternehmen bewährt, die auf Saisonarbeit basieren oder als Zulieferer auf kurzfristige Kundenaufträge schnell und zeitnah reagieren müssen. Die Möglichkeiten der Arbeitszeitberatung und die Entwicklung eines Konzepts, das zum Betrieb und zu den Beschäftigten passt, wird in Nordrhein-Westfalen mit 3 bis 9 Beratungstagen, je nach Größe des Unternehmens gefördert. 50% der Beratungskosten trägt das Land (höchsten 500,-- EUR)
Die regionalen Anlaufstellen sind vom GO!Gründungsnetzwerk aufgelistet. Auskünfte erteilt auch das Service-Center Mittelstand unter der Telefonnummer 0180/130 130 0, sowie das
Zeitbüro NRW Im Wasserturm, Heiliger Weg 60, 44135 Dortmund
Telefon: 0231/589 763-0 / Telefax: 0231/589 763-1.

Wachsen mit vereinten Kräften

Wachsen durch Kooperation:
Die Chancen vervielfachen, das Risiko teilen - nach diesem Motto funktionieren im Handwerk neue Kooperationen. Unter HandwerkPLUS kann man sich in der Datenbank ein Bild machen von der Vielfalt aktueller Handwerkskooperationen mit Angaben zu Kooperationsform, Geschäftsfeld, Partnern und Partnerinnen und Adressdaten.
Wer Partnerinnen und Partner für sein Unternehmen sucht, hat dort außerdem die Möglichkeit, sich und seine Kooperationswünsche vorzustellen.
Telefonische Anfragen: 02 11 - 3 01 08-17 oder 43.


Wachsen durch regionale Vernetzung: Kompetenznetzwerk NL/NRW
Deutsch-niederländische Geschäftsbeziehungen haben Tradition. Märkte und Absatzchancen sind für Mittelständler und Freiberufler aus Deutschland und den Niederlanden interessant. Beide Seiten können sich auf den Seiten des Kompetenznetzwerks NL/NRW rund um die Uhr von den spezialisierten Beratungseinrichtungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, darunter Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Technologiezentren, Hochschulen sowie Experten aus der freien Wirtschaft in allen Fragen des regionalen grenzüberschreitenden Marktes beraten lassen. Die Beratung zur Existenzgründung, zu Rechts- und Steuerfragen, Förderprogrammen, Marketing und Geschäftsakquise, Arbeitsmarkt oder geschäftlichen Kooperationen mit Firmen aus dem jeweiligen Nachbarland ist kostenlos.

Kontakt
:
INTER-NED Ansprechpartnerin in der Kreishandwerkerschaft Borken, EU-Referat ist
Hildegard Bongert-Boekhout. Kontakt: Tel.: 0049-2561-93 98 0, Fax: 0049-2561-93 98 19
info@inter-ned.info


Mentoring

Beraterin - aber ohne Honorar. Türöffnerin und Vermittlerin von Erfahrungen und Kontakten. Vorbild. Emotionaler Beistand und manchmal auch Coach. Mentoring ist nicht umsonst ein "Renner" der Nachwuchsförderung. Nichr nur weil die erfahrene Unternehmerin/Mentorin ihrer Mentee unter die Arme greift, sondern weil hier zwei Frauen den persönlichen Austausch auf Augenhöhe pflegen.

Mit "TWIN" - two women win - hat das Land NRW von 2001 bis 2003 das bundesweit erste Mentoring-Modell-Projekt von Unternehmerinnen für Unternehmerinnen im Ruhrgebiet finanziert. Seit 2004 führt die Käte-Ahlmann-Stiftung TWIN privat finanziert weiter fort.
Auch in vielen Berufsverbänden finden Mentoringprojekte für selbstständige Frauen statt: So zum Beispiel im Journalistinnenbund zwischen erfahrenen angestellten und freiberuflichen Journalistinnen und Berufsneulingen.


Erfahrung als Zukunftswissen: Coaching für die Wachstumsphase

Alt hilft Jung / Gründersupport / Senior Experts - das sind nur drei von einer ganzen Reihe erfolgreicher Coachingprogramme, die das Land NRW unterstützt und zum Teil angeregt hat. Gründerinnen und Unternehmerinnen finden in erfahrenen Mentoren und Mentorinnen kompetente Begleitung und fachlichen Rat in vielen Fragen, die das Sichern des Unternehmens, das Wachsen und Entwickeln der Geschäftsidee umfassen. Über die Senior Coaching Angebote in Ihrer Region können Sie sich auf den Internetseiten des GO!Gründungsnetzwerkes informieren.

Gründerinnenstammtische - Hilfe auf Gegenseitigkeit
Nicht für alle Fragen rund um das Thema Entwicklung der eigenen Unternehmensidee werden gleich professionelle Berater gebraucht. Für den schnellen und praxisnahen Austausch unter Geschäftsfrauen bieten sich auch die Gründerinnenstammtische an. Auf den Seiten der GO! Gründungsinitiative wird gezeigt, wo und wann sich Selbstständige und Unternehmerinnen zum Jobtalk am Stammtisch treffen.

KNOW-HOW-BESTANDSAUFNAHME: WEITERBILDUNG FÜR FORTGESCHRITTENE

Wenn das Geschäft expandiert, muss auch das Know-how wachsen. Wer die Anfangsjahre gemeistert hat, braucht spezielle Angebote für Fortgeschrittene. Das Wissen innerhalb der eigenen Branche muss ohnehin auf dem neuesten Stand gehalten werden, aber auch Kenntnisse von Buchführung und den notwendigen Anwenderprogrammen werden vorausgesetzt und auch steuerrechtlich muss die Unternehmerin auf dem neuesten Stand bleiben. Bei Neueinstellungen sind Personalfragen und arbeitsrechtliches Wissen von grundlegender Bedeutung.
Die folgende Linkliste gibt einen Überblick über Anlaufstellen, die bei speziellen Weiterbildungswünschen in der Wachstumsphase des Unternehmens beraten können:

  • Spezielle Fragestellungen von Unternehmen in der Nachgründungsphase listet der Veranstaltungskalender der NRW Mittelstandsoffensive move auf. Beteiligungsfinanzierung, Kundenbindung als Marketininstrumente, zielorientierte Verhandlungsführung, Zeitmanagement und Akquisestrategien sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Fortbildungsthemen.
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) finanziert das "Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr". Dort finden sich mehr als 100 Veranstaltungen und Bildungsangebote zu den Themenbereichen: Netz- und Informationssicherheit, elektronische Beschaffung und Märkte, E-Logistik, Kundenbeziehungen und E-Management. Dazu informiert auch das Internetangebot "Mittelstand sicher im Internet" der Bundesmininisterien für Wirtschaft und Arbeit und des Innneren.

Finanzierungsfragen: Rücklagen und Risikokapital

Ideen sind im Unternehmen das wichtigste Kapital, das gepflegt und vermehrt werden sollte. Doch ohne "richtiges" Geld kann auch die beste Geschäftsidee nicht wachsen. Ob Dienstleistungsunternehmen oder produzierendes Gewerbe - geschäftliche Perspektiven entstehen nur mit solider Finanzierung. Spezielle Förderprogramme sind vorhanden - der Weg dorthin erfordert manchmal etwas strategisches Geschick.

Mit Unterstützung suchen? Go!

Die Förderlandschaft ist vielfältig und nicht leicht zu durchschauen. Bei der Wahl des besten Förderwegs helfen die örtlichen Kammern und Einrichtungen der Wirtschaftsförderung. Die Adresse vor Ort ist über das Gründer/innenportal GO! des Landes Nordrhein-Westfalen schnell gefunden.

Hotline zu Förderung und Finanzierung

Kleine und mittlere Unternehmen können sich in Finanzierungs- und Förderfragen werktags von 09:00 bis 16:00 Uhr von Expertinnen und Experten im Bundeswirtschaftsministerium beraten lassen: Telefon: 01888-615-8000.

Kredite für den Mittelstand: Bausteine Unternehmerkapital

Über die Produktgruppe "Unternehmerkapital" können Existenzgründerinnen, Existenzgründer und junge Unternehmen, Wachstumsunternehmen oder etablierte Unternehmen langfristige Nachrangfinanzierungen bei der KFW-Mittelstandsbank für ihre Investitionen beantragen. Drei Bausteine sind für die jeweils unterschiedlichen Finanzierungsanliegen in der Gründungs- und Nachgründungphase entwickelt worden: Kapital für Gründungen, Kapital für Wachstum, sowie Kapital für Arbeit und Investitionen Informationen werden je nach Alter des Unternehmens als Kredit gegeben. Den Überblick über die Programmfamilie Unternehmerkapital bietet die KFW-Mittelstandsbank auch im Internet.

Spezial: Der Unternehmerinnenbrief NRW

Der Unternehmerinnenbrief NRW ist eine Art Zertifikat auf das Gründungs- oder Wachstumsvorhaben. Er optimiert die Planung und stärkt die Unternehmerin bei anstehenden Verhandlungen mit Geschäftspartnerinnen und -partnern. Der Unternehmerinnenbrief NRW dient auch als Referenz bei den Gesprächen mit Kreditgebern.

Das Prinzip:

  • Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen mit Wachstumsabsichten, deren Vorhaben bereits weitgehend durchdacht und durchgeplant ist, bewerben sich um die Teilnahme unter www.unternehmerinnenbrief.de oder bei ihrem regionalen Projektbüro.
  • Nach erfolgreicher Bewerbung präsentieren Sie ihr Konzept vor einem unabhängigen Gremium aus Unternehmerinnen und Unternehmern, Vertreterinnen und Vertretern von Banken, Verbänden und Kommunen. Das Gremium begutachtet die wirtschaftlichen Chancen des Projektes, beurteilt die Finanzplanung, die Marketingideen und die persönliche Präsentation.
  • Ist die Jury vom Erfolg des Vorhabens überzeugt, wird der Unternehmerinnenbrief verliehen. Sind Verbesserungen notwendig, gibt die Jury kompetente und ergebnisorientierte Hinweise an die Bewerberin.

Bis Ende 2006 konnten bereits mehr als 50 Unternehmerinnen mit dem Unternehmerinnenbrief NRW auszgezeichnet werden. Eine Befragung der ausgezeichneten Unternehmerinnen bestätigt den Nutzen des Unternehmerinnenbriefs NRW für Gründerinnen und Unternehmerinnen. Die "Evaluation Unternehmerinnenbrief NRW" können Sie sie hier einsehen. Download als PDF-Datei

 

Unternehmerin mit Kind?
Tipps und Adressen als Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie lässt sich die Betreuung innerbetrieblich gemeinschaftlich organisieren?
Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, die Betreuung der Kinder von Mitarbeiter/innen zu unterstützen. Firmen können z. B. Plätze in bestehenden Kindertageseinrichtungen "einkaufen" oder neue Einrichtungen aufbauen. Sie haben die Möglichkeit, solche Angebote allein oder im Verbund mit anderen Unternehmen zu schaffen.
Über die rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten sowie über vielfältige Umsetzungsbeispiele informiert die Broschüre "Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung", die Sie beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW bestellen können. Sie zeigt verschiedene Modelle betrieblich unterstützter Kinderbetreuung, stellt Beispiele aus der Praxis vor und bietet im Serviceteil weiterführende Informationen und Adressen.

Wie machen es eigentlich andere?
Im Verband berufstätiger Mütter sind Frauen organisiert, die sich für Kind und Beruf entschieden haben und sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die nötigen Rahmenbedingungen mindestens erhalten bleiben. Auf seiner Internetsite sind ständig aktuelle Rechtshinweise, Tipps und Termine zu finden. Das "Dschungelbuch. Leitfaden für berufstätige Mütter" bringt alles Wissenswerte kompakt und kann online bestellt werden.

 

Zurück zur Übersichtsseite

 

Beratungsstellenfinder

Karte_NRW