Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Weitere wichtige Dokumente, Berichte und Analysen der Europäischen Kommission

Mit spezifischen Programmen arbeitet die EU am Ziel der Gleichstellung der Geschlechter. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird regelmäßig geprüft.

Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung

Auf ihrer Tagung in Lissabon im Jahr 2000 verabschiedeten die europäischen Staats- und Regierungschefs ein Programm, mit dem die Europäische Union bis 2010 zum "wettbewerbfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" entwickelt werden soll. Unter anderem mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt soll ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum erreicht werden. Auch in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung will die EU führend werden. Nach der Halbzeitbilanz in 2005 beschloss der Europäische Rat eine Konzentration auf die Erhöhung von Wachstum und Beschäftigung. Das Europäische Parlament hat sich in einer Entschließung vom Januar 2006 dafür stark gemacht, dass zur Erreichung der Lissabon-Ziele verstärkt Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung von Frauen ergriffen werden. Federführend war hier der Ausschuss für die Recht der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter.

 

Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006 bis 2010

Zur Unterstützung der Lissabon-Strategie hat die EU-Kommission am 1. März 2006 eine "Roadmap" vorgelegt, die die nächsten Ziele und Maßnahmen der EU zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern vorgibt. Dieser Fahrplan erstreckt sich über den Zeitraum von 2006 bis 2010. Er setzt auf eine Kombination aus neuen Initiativen und bestehenden erfolgreichen Tätigkeiten.

Darin sind sechs wichtige Bereiche thematisiert:

  • gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit für Frauen und Männer,
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben,
  • ausgewogene Repräsentanz in Entscheidungsprozessen,
  • Beseitigung aller Formen geschlechterbezogener Gewalt,
  • Beseitigung von Geschlechterstereotypen,
  • Förderung der Gleichstellung in der Außen- und Entwicklungspolitik.

Quellen:

 

Förderung einer paritätischen Vertretung von Frauen und Männern in Entscheidungsprozessen und Führungspositionen

Eine der Prioritäten des Fahrplans der Kommission für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006 - 2010 ist die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Entscheidungspositionen. Um die Entwicklung auf diesem Gebiet zu verfolgen, hat die Europäische Kommission eine Datenbank für Frauen und Männer in Entscheidungspositionen eingerichtet, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird.

Anhand der Daten berichtet die Kommission über den Stand der Umsetzung.

 

Jährliche Berichte zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Die Entwicklungen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU werden seit 1997 in einem jährlichen Bericht präsentiert und analysiert.

 

Die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf kommunaler und regionaler Ebene

Mit der in den Jahren 2005 und 2006 im Rahmen eines Projektes des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) erarbeiteten Charta steht ein Instrument zur Verfügung, mit dem europäische Gleichstellungsstandards auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Kommunen, die die EU-Charta unterzeichnet haben, verpflichten sich, innerhalb von zwei Jahren einen eigenen Gleichstellungs-Aktionsplan zu entwickeln.

 

Weitere Informationen:

Die Webseite "Gleichstellung für Frauen und Männer" der Generaldirektion "Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit" der EU-Kommission beinhaltet u. a. Zugänge und Informationen zu Gender Mainstreaming, Förderprogrammen und zum Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen.

 

(frauennrw.de, 06.04.2009)

Zurück zur Übersichtsseite

Lesben

img_marginalie_lesben

 

Beratungsstellenfinder

Karte_NRW