Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Studentinnen mit Zuwanderungsgeschichte engagieren sich für ihre Landsfrauen

Projekt "Brücken bauen für Migrantinnen" geht Anfang 2008 in Praxisphase

Bereits seit Anfang 2007 laufen die Vorbereitungen für das Projekt "Brücken bauen für Migrantinnen". Im Februar 2008 wird es für die Münsteraner Studentinnen, die sich im Rahmen dieses Pilotprojektes für Zuwanderinnen aus ihrem Heimatland engagieren, ernst. Dann ist es ihre Aufgabe in ihrem Alltag einen Kontakt zu Frauen herzustellen, die dieselbe Muttersprache sprechen wie sie und diese über Sprachkurse und Beratungsmöglichkeiten für Zugewanderte aufzuklären. Zielgruppe sind für die Studentinnen insbesondere die Frauen, die aufgrund traditioneller Geschlechterrollen und männlich dominierter Familienstrukturen keine Möglichkeit haben, die Integrationsangebote der Kommune zu nutzen.

Vorbereitung in Workshops

Die 14 Studentinnen mit Zuwanderungsgeschichte wurden mit Hilfe der ausländischen Studierendenvertretung an der Universität Münster ausgewählt. Seit Oktober 2007 werden die jungen Frauen aus afrikanischen, arabischen und osteuropäischen Ländern in einer Qualifizierungsreihe auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Workshops befassen sich unter anderem mit der rechtlichen Situation zugewanderter Frauen, mit den Beratungssystemen der Stadt Münster und mit den Möglichkeiten zu Ausbildung, Bildung, Arbeit und Gesundheitsprävention. Bis zum Ende des Sommersemesters 2008 sollen sie dieses Wissen an ihre Landsfrauen vermitteln. Begleitet werden die Studentinnen der Fächer Jura, Natur- und Gesellschaftswissenschaften dabei von einer Psychologin.

Einmalig in Nordrhein-Westfalen

Den Anstoß zum Projekt gab das Amt für Ausländerangelegenheiten. Entwickelt wurde es vom städtischen Frauenbüro, dem Internationalen Zentrum der Universität Münster "Brücke" und einem eigens für das Projekt eingerichteten Arbeitskreis "Migrantinnen". An diesem sind zum Beispiel der Ausländerbeirat, die Arbeitsagentur, aber auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beteiligt. Laut der Koordinatorin vom städtischen Frauenbüro, Andrea Reckfort, ist die Projektidee in Nordrhein-Westfalen bislang einmalig. Daher wird "Brücken bauen für Migrantinnen" auch vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration finanziell unterstützt. Eine zusätzliche Förderung ist nun vom Bund zugesagt worden. Damit sind jetzt auch die Auswertung und eine abschließende Tagung gesichert.

Informationen zum Projekt werden in Kürze auf den Internetseiten des Frauenbüros der Stadt Münster eingestellt.

(frauennrw.de, 03.01.2008)

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