Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Online-Befragung zu Frauen in der chemischen Forschung

Studie will Karrierehemmnisse ermitteln

Immer wieder wird der geringe Frauenanteil in den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen beklagt. Dies gilt allerdings nicht für alle Fächer. Das Studium der Pharmazie, Biotechnologie und Chemie schließen inzwischen annähernd so viel oder sogar mehr Frauen als Männer erfolgreich ab. Dennoch sind die Absolventinnen dieser Fächer in der industriellen Forschung, Entwicklung und Innovation stark unterrepräsentiert, und mit jeder Qualifikationsstufe sinkt ihr Anteil weiter. In einer Studie werden derzeit die Karrierehemmnisse für Frauen in der Chemie- und Kunststoffbranche in Nordrhein-Westfalen untersucht.

Beispiel: die Chemie- und Kunststoffbranche

In der chemischen Industrie befinden sich deutschlandweit auf der untersten Leitungsebene noch etwa 44 Prozent Frauen. Auf der mittleren Ebene schrumpft der Frauenanteil auf 18 Prozent, und auf der oberen Führungsebene liegt er bei nur noch 4,5 Prozent. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professorin Dr. Anja Seng wird an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen untersucht, wie Frauen der Zugang zu höheren Führungspositionen ermöglicht werden kann.

Die Online-Befragung

Durch eine Online-Befragung sollen die Rahmenbedingungen für hoch qualifizierte Tätigkeiten in der chemischen Forschung und Entwicklung ermittelt werden. Studierende, Absolvent/-innen und Doktorand/innen in den einschlägigen Fachrichtungen sind eingeladen, den Fragebogen im Internet auszufüllen. Auch Beschäftigte und Führungskräfte mit Bezug zur chemischen Forschung, Professor/-innen, Berufs- und Karriereberater/-innen, Gleichstellungsbeauftragte und Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmervertreter/-innen sind aufgerufen, die Fragen bis zum 18. Januar 2008 zu beantworten. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Frauenanteil in der industriellen Forschung besonders gering

Die Studie wird im Rahmen des landesweiten Projektes "Frauen in der industriellen Forschung" (FiF) durchgeführt und vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration unterstützt. Anhand des Beispiels der Chemie- und Kunststoffbranche soll geklärt werden, warum so wenig Frauen an Forschung, Entwicklung und Innovation der Industrie beteiligt sind. Während der Frauenanteil in der industriellen Forschung in der Europäischen Union im Durchschnitt 15 Prozent beträgt, liegt er in Deutschland nur bei 9,6 Prozent.

Links

(frauennrw.de, 08.01.2008)

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