Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Minister Armin Laschet: Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss weiter verbessert werden - Studie veröffentlicht

 

Pressemitteilung vom 21.01.2008

Das Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration teilt mit:

Die Erwerbsquote hochqualifizierter Mütter ist von 1997 (66,4 Prozent) bis 2005 (68,6 Prozent) in Nordrhein-Westfalen um lediglich zwei Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Frauenministerium in Auftrag gegebene Studie "Frauen zwischen Beruf und Familie. Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen 1997-2005".

Bei der Vorstellung der Studie sagte Frauenminister Armin Laschet heute (21 Januar 2008) in Düsseldorf: "Dieses Ergebnis kann uns nicht zufriedenstellen. Es zeigt, dass die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter der alten Landesregierung kaum vorangekommen ist, in einer Zeit also, als die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf längst zu einem wichtigen frauenpolitischen Thema geworden war. Es zeigt aber auch, dass sich Nordrhein-Westfalen mit dem inzwischen in die Wege geleiteten deutlichen Ausbau der frühkindlichen Betreuung richtig liegt. Denn vielen qualifizierten Frauen, die arbeiten wollen, bleibt der Wiedereinstieg in den Beruf verwehrt, weil es an Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder mangelt."

Die Zahlen deuten jedoch auf unterschiedliche Entwicklungen in den verschiedenen Einkommensgruppen hin. So ist der Anteil der mittel und geringer qualifizierten erwerbstätigen Mütter von 1997 bis 2005 deutlich um neun Prozent auf 60 Prozent gestiegen.

In Nordrhein-Westfalen will etwa jede fünfte heute nicht erwerbstätige Mutter gerne wieder beruflich einsteigen. Landesweit sind dies rund 300 000 Frauen. "Die Erwerbsorientierung und auch die tatsächliche Erwerbsbeteiligung von Frauen sind in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren gestiegen. Wir holen langsam auf und bewegen uns inzwischen im europäischen Mittelfeld. Doch dies ist kein Grund, sich auszuruhen", hob Laschet hervor. Neben dem Betreuungsausbau durch das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das gleichzeitig für eine Ausbau der frühkindlichen Bildung in den Kindergärten und Kindertagesstätten sorgt, böten vor allem die neuen Familienzentren verbesserte Beratungs- Betreuungs- und Bildungsangebote für Eltern.

Der neue Bericht beleuchtet über die Erwerbsbeteiligung hinaus die berufliche Qualifikation von Müttern. Hierzu wurden Daten von Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gesondert ausgewertet. Etwa ein Fünftel aller Frauen in Nordrhein-Westfalen hat eine solche Zuwanderungsgeschichte. Mit dem Mikrozensus 2005 wurden hierfür erstmalig die erforderlichen Daten erhoben.

Der Bericht kann im Internet unter www.mgffi.nrw.de, Menüpunkt Publikationen oder telefonisch unter 01803-100110 bei C@ll-NRW (9 Cent/Min.) bestellt werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, ihn als pdf-Datei auf der Homepage des Frauenministeriums (www.mgffi.nrw.de) herunterzuladen.

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