Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Keine Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

Frauenrechtsorganisationen machen am 6. Februar auf die Situation der Betroffenen aufmerksam und fordern zum Handeln auf

Seit 2003 erneuern Frauenrechtsorganisationen jedes Jahr am 6. Februar ihre Forderung nach "Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung". Das Datum geht zurück auf eine internationale Konferenz in Adis Abeba, deren Ziel es war, die begonnene Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) voran zu bringen. Die anwesenden First Ladies aus vier afrikanischen Ländern, Minister, Repräsentant/-innen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union sowie im Kampf gegen FGM Engagierte verabschiedeten eine gemeinsame Aktionsplattform. Sie riefen dazu auf, die schädlichen Praktiken abzuschaffen und die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen zu stärken.

Laut Terre des Femmes (TDF) sind weltweit 150 Millionen Frauen und Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Viele leiden in Folge des Eingriffs unter irreparablen Schäden für ihre Gesundheit. Bei der weiblichen Genitalverstümmelung werden meist bei vollem Bewusstsein die äußeren weiblichen Genitalien teilweise oder vollständig entfernt.

Betroffene in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen leben nach Schätzungen von TDF 5000 bis 6000 Frauen aus afrikanischen Ländern, die eine Verstümmelung ihrer Genitalien erlitten haben. Dazu kommen Frauen aus Staaten der arabischen Halbinsel, wie dem Jemen und den Vereinigten Arabischen Emiraten, für die keine Schätzungen vorliegen. Am 10. Januar 2008 hat sich der Frauenausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen mit dem Thema befasst. In einem Fachgespräch, zu dem unter anderem Vertreterinnen von TDF eingeladen waren, wurde erörtert, was auf Landesebene unternommen werden kann, um die bereits betroffenen Frauen zu unterstützen und gefährdete Mädchen zu schützen.

Frauen aus Burkina Faso berichten über ihre Arbeit

Über ihre Arbeit gegen Genitalverstümmelung in Burkina Faso berichten am 16. Februar um 19.30 Uhr im Filmhaus Köln Rakiéta Poyga und Maïmouna Ouédraogo von der Organisation Bangr Nooma. Zunächst wird der Film "maïmouna - la vie devant moi" von Fabiola Maldonado und Ulrike Sülzle gezeigt. Im Anschluss daran stehen die beiden Vertreterinnen von Bangr Nooma sowie Ulrike Sülzle für ein Gespräch zur Verfügung. Veranstaltet wird der Informationsabend von der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, (I)ntact und Terre des Femmes.

Links:

(frauennrw.de, 30.01.2008)

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