23. bis 27. April in Köln
Deutschlands führendes Frauenfilmfestival, das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund/Köln (IFFF), präsentiert vom 23. bis 27. April Kurzfilme, Dokumentationen und Spielfilme von künstlerisch innovativen Frauen. Der Länderschwerpunkt lautet in diesem Jahr "China". Zum ersten Mal mit dabei ist die neue Geschäftsführerin Christina Essenberger, die im August 2007 Anne Schallenberger abgelöst hat.
Während der fünf Tage wird den Besucherinnen und Besuchern eine Filmauswahl von renommierten chinesischen Regisseurinnen, wie zum Beispiel Ning Ying, aber auch von Underground-Filmerinnen gezeigt. So kommt eine große Bandbreite der chinesischen Spiel- und Dokumentarfilme der letzten zehn Jahre zusammen. Nach den gezeigten Filmen besteht die Möglichkeit, mit den anwesenden Regisseurinnen direkt über das Gesehene zu reden. Außerdem bietet das Festival Vorträge und Diskussionen zum Filmschaffen chinesischer Filmemacherinnen an. Diese arbeiten in ihrem Heimatland unter sehr schweren Bedingungen, da sie ihre gedrehten Werke zum Teil nicht in China zeigen dürfen, ihnen Produktionsmittel verweigert oder sie gar mit hohen Geldstrafen belegt werden. Populäre Gäste in Köln werden unter anderem die Caligari-Preisträgerin im Forum der Berlinale 2005, Liu Jiay, mit ihrem Film "Oxhide" sowie Li Yu mit ihrem Werk "Lost in Beijing" sein.
Neben der chinesischen Filmkunst zeigt das IFFF natürlich auch aktuelle Produktionen von Filmmacherinnen weltweit. Unter dem Titel "Panorama" werden den Besucherinnen Experimental-, aber auch abendfüllende Spielfilme geboten. In der Sektion "Quer Blick" sind aktuelle Beiträge des internationalen Lesbenfilms sowie ausgewählte Werke aus der Transgender-Szene zu sehen. Das Workshopprogramm für die Fachbesucherinnen und -besucher bietet Filmemacherinnen und -produzent/-innen die Möglichkeit zum Austausch. Einen festen Platz im Festivalprogramm hat zudem die Nachwuchsförderung. Im Workshop "Film" können sich Mädchen ab 16 Jahren an einem Wochenende in der Filmbranche orientieren und ausprobieren.
Die neue Geschäftsführerin Christina Essenberger war früher langjährige Mitarbeiterin im Filmhaus Bielefeld und führte in der Stadt zuletzt im Kollektiv neun Jahre lang die Geschäfte im Theaterlabor Tor 6. Dort leitete sie auch das internationale Theaterfestival. Mit der Geschäftsführung beim Internationalen Frauenfilmfestival kehrt Christina Essenberger zu ihren filmischen Wurzeln zurück. Im August 2007 ist sie in die Festivalplanung für dieses Jahr eingestiegen. Sie legt den Schwerpunkt auf eine solide Durchführung des fünftägigen Festivals in 2008, bevor sie für das kommende Jahr mit der künstlerischen Leiterin Silke J. Räbiger neue Konzepte entwickeln will.
Auf den Internetseiten des Internationalen Frauenfilmfestivals www.frauenfilmfestival.eu finden Sie alle wichtigen Informationen zu Eintrittspreisen, Vorverkaufsstellen, Spielorten, Unterkünften sowie einen Lageplan der Spielstätten.
(frauennrw.de, 18.02.2008)