Presseinformation vom 22. Februar 2008
Der JournalistInnenpreis, initiiert von Alice Schwarzer und vergeben von einer namhaften, unabhängigen Jury, wird in diesem Jahr in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin vergeben. Auch 2008 unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen den 1990 gegründeten Preis. "Wenn wir mehr Realität und damit auch Qualität in der Berichterstattung wollen, dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass mehr Frauen in den Schlüsselpositionen der Medien präsent sind. Nur so wird das Engagement von Frauen von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen", sagte heute (22. Februar 2008) Frauenminister Armin Laschet in Düsseldorf.
In den vergangenen Jahren ist es immer mehr Frauen gelungen, sich in der deutschen Medienlandschaft zu etablieren. Die zahlreichen Sendungen, die mittlerweile erfolgreich von Frauen moderiert werden, sind dafür ein eindeutiger Beleg. Die Präsenz von Frauen als Mediengestalterinnen und die Berücksichtigung von frauenspezifischen Themen in Zeitungen, im Rundfunk und im Fernsehen sind weiterhin stark unterrepräsentiert. Für den nordrhein-westfälischen Frauenminister Armin Laschet ist es beispielsweise ebenso bezeichnend wie unakzeptabel, dass zwar die Hälfte aller Volontäre weiblich sind, aber nur zwei Prozent den Sprung in die Chefredaktionen schaffen.
Genau hierin liegt das Anliegen des Journalistinnenpreises, der in diesem Jahr bereits zum 10. Mal von der Zeitschrift EMMA verliehen wird. Dieses runde Jubiläum soll entsprechend gefeiert werden. Die Preise, die auch in diesem Jahr wieder vom Frauenministerium Nordrhein-Westfalen und der Redaktion der EMMA gemeinsam verliehen werden, sollen am 26. Mai 2008 in Berlin, in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht werden. "Die Präsenz von Frauen in den Medien spielt eine zentrale Rolle für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Deshalb wollen wir ganz bewusst dieses Thema in den Mittelpunkt rücken und die Aufmerksamkeit darauf lenken", so Minister Laschet. Mit der Preisverleihung in der deutschen Hauptstadt gewinne der Preis an Ausstrahlungskraft - die Förderung von Frauen in den bundesdeutschen Medien an Schubkraft.
Noch bis zum 21. April 2008 können die Beiträge bei der namhaften Jury unter Leitung von Alice Schwarzer eingereicht werden. Dabei muss es sich um journalistische Texte von handwerklicher Qualität handeln, die sich kreativ mit den gesellschaftlichen Realitäten von Frauen und Männern sowie der Lage der Geschlechter auseinandersetzen. Der Preis gilt für die gesamte Bandbreite des Schaffens weiblicher Journalisten: von traditionellen "Frauenthemen" bin hin zu "Männerdomänen", von der Reportage bis zum Kommentar. Wie in den vergangenen Jahren wird es auch 2008 einen eigenen Männer-Preis geben, denn geschlechterbewusstes Schreiben ist keine Frage von Mann oder Frau.
Minister Laschet: "Mit dem Journalistinnenpreis unterstützen wir mehr Realität statt Rollenklischees!"
Nähere Informationen zum 10. Journalistinnenpreis sind zu erhalten unter: www.emma.de/der-10-journalistinnen-preis-2008-1.html