Landessportbund NRW bietet Sonderlizenz-Ausbildung zur Übungsleiterin für Selbstbehauptung/Selbstverteidigung an
Auch im Sport finden sexuelle Übergriffe gegenüber Kindern, Jugendlichen und Frauen statt. Damit sie diese Form der Gewalt abwehren können, bieten immer mehr Sportvereine Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsangebote für ihre jugendlichen und weiblichen Vereinsmitglieder an. Die zunehmende Sensibilisierung in Sportvereinen gegenüber sexuellen Übergriffen will der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen weiter fördern.
Mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration bietet die Sportjugend NRW eine Sonderlizenz-Ausbildung zur "Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin für Mädchen und Frauen" an. Die Ausbildung steht allen interessierten Sport-Übungsleiterinnen offen, die ihr Wirkungsfeld um die Thematik der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung erweitern möchten. Sie befähigt die Teilnehmerinnen, Kurse zur Selbstverteidigung in Sportvereinen, Bünden und Verbänden durchzuführen.
Das Vorbereitungstreffen für die nächste Ausbildung findet am 19.4.2008 in Duisburg-Wedau statt. Die Ausbildung selbst erstreckt sich über mehrere Wochenendtermine. Diese und weitere Informationen zur Anmeldung sind auf den Internetseiten des LandesSportBundes abrufbar.
Die Ausbildung zur Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin ist eine von mehreren Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport, die der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen und die Sportjugend NRW entwickelt haben. Mit Unterstützung des Sportministeriums NRW wurden im Rahmen der Kampagnen "Schweigen schützt die Falschen" und "Wir können auch anders" Handreichungen und Informationsmaterialien für die unterschiedlichen Zielgruppen - Mädchen, Jungen, Eltern, Frauen mit Behinderungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Sport - entwickelt.
(frauennrw.de, 28.02.2008)