Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt den 'Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag' am 24. April 2008

Aufruf der Landesregierung zur Beteiligung am Girls' Day

Pressemitteilung des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ruft Unternehmen, Hoch­schulen, Verwaltungen und Schulen dazu auf, sich am diesjährigen Mädchen-Zukunftstag, dem Girls' Day, am 24. April 2008 zu beteiligen. Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft, so die Ministerinnen Christa Thoben und Barbara Sommer sowie Minister Armin Laschet: "Betriebe müssen heute ausbilden, damit ihnen morgen die benötigten Fachkräfte zur Verfügung stehen. Das Wissen und Können der nach­wachsenden Generation sind die wichtigsten Potenziale unseres Landes."

"Junge Frauen müssen bessere Möglichkeiten erhalten, alle ihre Bega­bungen zu entwickeln. Dies gilt in besonderem Maße für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte mit ihren multikulturellen Kompetenzen. Viele Unternehmen müssen die Chancen der Vielfalt noch entdecken", erklärte heute (14. März 2008) Frauenminister Armin Laschet. Schul­ministerin Barbara Sommer ergänzte: "Trotz guter Schulabschlüsse ent­scheiden sich Mädchen immer noch oft nur für traditionelle Frauen­berufe. Dabei können sie viel mehr. Wenn Mädchen Berufe in Natur­wissenschaft, Technik und Handwerk wählen, gehören sie dort häufig zu den Besten".

"Ziel der Landesregierung ist es, die Zahl der berufstätigen Frauen zu erhöhen. Besonders wichtig ist ein zukunftsfähiger Beruf, damit sich Frauen dauerhaft am Erwerbsleben beteiligen. Je besser die berufliche Qualifikation von Frauen ist, umso größer ist auch ihre Motivation, er­werbstätig zu bleiben, wenn sie eine Familie haben", so Minister Laschet. Eine fundierte Ausbildung in einem zukunftssicheren Beruf er­mögliche darüber hinaus ein Existenz sicherndes Einkommen und beuge der Altersarmut von Frauen vor.

Um die Qualifizierung voranzutreiben, ist es nötig, Mädchen besser zu informieren: Wie sieht der Arbeitsmarkt aktuell aus? Welche beruflichen Möglichkeiten ergeben sich daraus? Antworten auf diese Fragen tragen dazu bei, dass Mädchen ihre Stärken, Interessen und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Berufs- und Lebensplanung einsetzen lernen. Schul­ministerin Sommer: "Manche Mädchen schränken schon im Grund­schulalter ihre Berufswünsche ein. Sie bleiben damit in den tradierten Geschlechterrollen und verpassen möglicherweise die Chance, ihre individuellen Talente und Neigungen zu nutzen. Gerade Technik und Naturwissenschaften bieten berufliche Tätigkeiten mit hoher Zukunfts­sicherheit."

Schulministerin Sommer wirbt für die notwendige Zusammenarbeit aller Verantwortlichen: "Es müssen viele gemeinsam aktiv werden: die Schulen sind gefordert, bei der Berufsorientierung die Geschlechter­rollen bewusst zu machen und aufzubrechen. Für die Eltern ist der Mädchen-Zukunftstag eine Gelegenheit, die geschlechter-typische Arbeitsteilung in Beruf und Familie zu diskutieren und ihre Töchter bei der Suche nach Alternativen für die Berufs- und Lebensplanung zu un­terstützen."

Betriebe müssen Mädchen noch deutlicher signalisieren, dass sie willkommen sind. Wirtschaftsministerin Thoben fordert Unternehmen, Werkstätten, Labore und Verwaltungen dazu auf, ein Zeichen zu setzen: "Öffnen Sie Türen und Tore, um die Stärken und die Leistungsfähigkeit der Mädchen zu erfahren. Nach den bisherigen Erfahrungen bewerben sich bei jedem fünften Unternehmen Mädchen aufgrund der Angebote am Mädchen-Zukunftstag. Darin liegt eine große Chance, dem bestehenden Fachkräftemangel zu begegnen. Insbesondere auch die Kompetenzen von Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte ermöglichen es Unternehmen und Verwaltungen, ihre Produktivität und Wett­bewerbsfähigkeit zu steigern."

Viele Behörden und Einrichtungen der Landesverwaltung und Univer­sitäten haben sich in der Vergangenheit bereits an der Initiative "Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag" beteiligt und setzen ihr Engagement in die­sem Jahr fort. Auch das Interesse und die Zustimmung der Mädchen ist groß: Der Girls' Day ist eine Erfolgsgeschichte mit ständig wachsender Beteiligung. Bundesweit haben bisher etwa 650.000 Mädchen an den Aktionen des "Girls' Day" teilgenommen, davon allein in Nordrhein-Westfalen rund 138.000. Informationen dazu sind über das Internet ab­rufbar www.girls-day.de. Die von Schulen organisierte Teilnahme am Mädchen-Zukunftstag gilt als Unterricht in einem außerschulischen Lernort.

Die Landesregierung begrüßt es ausdrücklich, wenn Schulen am gleichen Tag auch Angebote zur Berufsorientierung für Jungen durch­führen. Planungshilfen und Materialien bietet das Internet unter www.neue-wege-fuer-jungs.de.

Beratungsstellenfinder

Karte_NRW