Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Nordrhein-Westfalen: Frauen sind immer besser ausgebildet

Anteil der Frauen ohne beruflichen Bildungsabschluss ist jedoch gestiegen

Frauen haben von der Bildungsexpansion insgesamt stärker profitiert als Männer und hinsichtlich der allgemeinbildenden und beruflichen Qualifikation aufgeholt. Dieser schon länger anhaltende Trend kommt bei den Schul- und Studienabschlüssen am deutlichsten zum Ausdruck, schlägt sich aber nicht entsprechend in den Karriereverläufen von Frauen nieder, vor allem dann nicht, wenn sie Kinder haben. Auf der anderen Seite gibt es eine beachtliche Gruppe von jungen Frauen ohne oder nur mit niedrigem Schulabschluss, die Schwierigkeiten hat, überhaupt einen Beruf erlernen zu können.

Dies stellt die vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) in Auftrag gegebene Studie "Frauen zwischen Beruf und Familie. Entwicklungen in NRW 1997 - 2005" heraus. Die vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik durchgeführte Untersuchung wertet vor allem Daten des Mikrozensus im Hinblick auf die Qualifikation und Erwerbsbeteiligung von Frauen aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie ist die Ausbildungs- und Erwerbssituation von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.

Frauenquote steigt mit Höhe des Schulabschlusses

Das schulische Bildungsniveau der Frauen hat sich im untersuchten Zeitraum (1997 - 2005) deutlich verbessert. Zum Beispiel besteht bei Frauen und Männern in der Lebensmitte (30 bis 50 Jahre) inzwischen annähernd ein Gleichstand hinsichtlich ihres Anteils an Personen mit (Fach-)Hochschulreife. Die 15- bis 30-jährigen Frauen haben ihre männlichen Altersgenossen inzwischen sogar überholt. Gegenüber 42,5 Prozent der jüngeren Männer erreichen über 46 Prozent der jüngeren Frauen die (Fach-) Hochschulreife. Insgesamt gilt: Je höher der Schulabschluss, desto höher die Frauenquote.

Schlechtere Chancen von Frauen in der beruflichen Bildung

Dieser Trend in der Schulbildung setzt sich jedoch nicht bei der beruflichen Bildung fort. Auch hier ein Beispiel: Mehr junge Frauen als junge Männer, die einen Hauptschulabschluss erreicht haben, sind 2005 ohne Berufsabschluss (57% bzw. 46,6%). Zudem werden berufsvorbereitende Maßnahmen, die sich an Personen mit niedrigem Qualifikationsniveau und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz richten, von Frauen nur vergleichsweise selten in Anspruch genommen (Frauenanteil 40 Prozent).

Frauen an den Hochschulen

Obwohl jüngere Frauen häufiger als jüngere Männer die Hochschulreife erlangen, nehmen sie seltener ein Hochschulstudium auf. Gleichwohl haben sie die Männer inzwischen bei den Hochschulabschlüssen überholt. Der Frauenanteil bei den Absolventinnen und Absolventen lag 2005 mit rund 51 Prozent um 10 Prozentpunkte höher als noch 1997. Insgesamt stieg auch der Frauenanteil bei Promotionen und Professurbesetzungen. Nach wie vor gilt jedoch: Je höher der akademische Grad, desto geringer die Frauenquote. So wurden 2005 nur knapp 38 Prozent der Promotionen von Frauen abgeschlossen und nur 10,5 Prozent der höchstdotieren C4-Professuren weiblich besetzt.

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 18.03.2008)

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