Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Gleichstellung an nordrhein-westfälischen Hochschulen kommt nur schleppend voran

Zweites CEWS-Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten veröffentlicht

Beim Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten erreicht Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu anderen Bundesländern nur eine Platzierung im unteren Mittelfeld. Dies geht aus der zweiten Fortschreibung des Rankings hervor, die das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS Ende 2007 vorgelegt hat.

Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalens Hochschulen schafften es sowohl hinsichtlich der gleichmäßigen Verteilung von Studentinnen und Studenten in den einzelnen Fächergruppen als auch hinsichtlich des Frauenanteils an Promotionen (rund 36 %) und hauptberuflichem und künstlerischem Personal (rund 29 %) nur in das untere Drittel des Rankings. Im Bereich Habilitationen (22 %) und Professuren (rund 14 %) reiht sich das Bundesland in die Mittelgruppe ein. In der Gesamtbewertung gehört Nordrhein-Westfalen damit dem unteren Mittelfeld an und bildet mit 4 von 14 möglichen Bewertungspunkten gemeinsam mit Baden-Württemberg Ranggruppe 11 des Rankings. Weniger Punkte (3 von 14) erreichte nur Thüringen, das Schlusslicht des Rankings (s. Seite 85 im Download des Berichts). An die Rankingspitze schaffte es wiederholt Berlin.

Entwicklungen seit 2000

Im Vergleich zu 2000 konnte Nordrhein-Westfalen den Frauenanteil an den Professuren um 3,87 Prozentpunkte steigern. Beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal erhöhte sich der Frauenanteil um 4,48 Prozentpunkte. Nordrhein-Westfalen gehört mit dieser Entwicklung ebenfalls zur Mittelgruppe. Im Vergleich zum Ranking 2005 fiel Nordrhein-Westfalen in der Bewertung leicht zurück. 2005 bildete das Bundesland noch mit Bayern und dem Saarland Ranggruppe 8 (mit 5 von 14 Bewertungspunkten). Andere Bundesländer holten in Sachen Gleichstellung seit 2005 dagegen deutlich auf. Im Ranking 2007 überholten Schleswig Holstein, das Saarland (beide 7 Punkte, Ranggruppe 8) und Bayern (6 Punkte, Ranggruppe 9) Nordrhein-Westfalen. Während 2003 das höchstplatzierte Bundesland (Niedersachsen) 11 von 14 möglichen Bewertungspunkten erreichte, waren es 2007 (Berlin) bereits 13.

Hochschulpolitik

Das Ranking soll Leistungen von Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren vergleichbar machen. Neben einem Ranking der einzelnen Hochschulen steht eine Auswertung der Daten nach Bundesländern. Der Ländervergleich soll Entscheidungsträgerinnen und -trägern in Bundes- und Landesministerien Hinweise darauf geben, ob sich politische Maßnahmen auf Länderebene auf die Gleichstellungssituation an den Hochschulen ausgewirkt haben. Das Ranking beruht auf Daten, die über das Statistische Bundesamt zugänglich sind.

Link:

CEWS-Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2007 zum Download im PDF-Format:

(frauennrw.de, 08.05.2008)

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