Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Mentoring erleichtert den Berufsstart junger Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Fortsetzung des Projekts

Die Teilnehmerinnen des einjährigen Mentoring-Projekts "Neue Wege in den Beruf" sind jetzt mit einer Abschlussveranstaltung feierlich verabschiedet worden. Im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen reflektierten Mentorinnen und Mentees das Erreichte und tauschten ihre Erfahrungen aus. Seit August 2007 wurden rund 100 Schülerinnen mit Zuwanderungsgeschichte aus über 20 Herkunftsländern von berufserfahrenen Frauen beim Übergang ins Berufsleben begleitet.

Kontakte zu Betrieben geknüpft

Die Mentees, von denen die meisten mit diesem Schuljahr die zehnte Klasse beenden, haben mit ihren Mentorinnen Berufswünsche besprochen, Stärken und Qualifikationen herausgearbeitet, mit Hilfe des Berufsnetzwerks der Mentorinnen Kontakte zu Betrieben geknüpft, Bewerbungsgespräche geübt und weitere Praktika gemacht. Einige junge Frauen stehen nun vor Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Insgesamt wurde das Projekt als so erfolgreich gewürdigt, dass es auch über 2008 hinaus fortgesetzt und auf weitere Städte ausgeweitet werden soll.

Interkulturelle Kompetenzen weiterentwickelt

Aber auch die Mentorinnen haben profitiert. In den Trainings des Begleitprogramms und im Kontakt mit den Mentees konnten sie ihre interkulturellen Kompetenzen weiterentwickeln, ihren eigenen beruflichen Werdegang reflektieren und die Erfahrungen der anderen Mentorinnen für sich nutzen. Die erste Evaluation ergab, dass viele Mentees ihren Freundinnen eine Teilnahme am Projekt uneingeschränkt empfehlen würden. Die meisten Mentorinnen stehen bei einer Fortsetzung des Projekts erneut zur Verfügung.

Auch Mentorinnen mit Zuwanderungsgeschichte

Am ersten Jahrgang waren Schulen aller Schulformen in acht Ruhrgebietsstädten beteiligt. Mit fast 50 Prozent stammt der weitaus größte Anteil der Mentees aus der Türkei. Aber auch Schülerinnen aus Osteuropa, mit jugoslawischem Hintergrund und aus anderen Ländern Asiens, Afrikas, des Nahen Ostens und Amerikas engagierten sich in dem Projekt. Die Mentorinnen sind teilweise selbstständig, teils im öffentlichen Dienst oder der Privatwirtschaft beschäftigt und sind in unterschiedlichsten Berufsfeldern tätig. Etwa 20 Prozent der Mentorinnen haben einen eigenen Zuwanderungshintergrund.

Abschlussbericht im September

Träger des vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts ist das Zentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT) in Castrop-Rauxel, das auch das Begleitprogramm für Mentorinnen und Mentees durchgeführt hat und das Projekt ausführlich evaluiert. Der Abschlussbericht wird Ende September 2008 vorgelegt. Projektpartner waren die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) und der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT).

Links:

(frauennrw.de, 20.06.2008)

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