Besseres Kinderbetreuungsangebot und mehr Arbeitsplätze eröffnen neue Chancen
Pressemitteilung vom 04.09.2008
"Immer mehr Frauen in Nordrhein-Westfalen gehen einer Beschäftigung nach. Die Frauenerwerbsquote ist zwischen 2005 und 2007 um 2,5 Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei 65 Prozent. Das Erfreuliche ist, dass die Quote auf Grund einer Zunahme von Vollzeit- und regulärer Teilzeitbeschäftigung angestiegen ist", erklärte heute (4. September 2008) Frauenminister Armin Laschet angesichts der jüngsten Auswertungen des Mikrozensus.
Zwischen 2005 und 2007 ist die Zahl der Frauen in abhängiger Beschäftigung auf gut 2,6 Millionen gewachsen (das ist ein Plus von 163 000); davon waren rund 1,6 Millionen in Vollzeit und rund 1 Millionen in regulärer Teilzeit beschäftigt. Dagegen lag die Zahl der Frauen, die ausschließlich geringfügig beschäftigt war, in 2007 niedriger als zwei Jahre zuvor (2007: 594 000, 2005: 597 000).
Laschet: "Diese Zahlen zeigen: Die Erwerbsorientierung der Frauen in Nordrhein-Westfalen steigt weiter, und sie profitieren von ihren Qualifikationen und vom wirtschaftlichen Aufschwung der letzten beiden Jahre. Die Landesregierung hat den Ehrgeiz, diesen Trend in Zukunft weiter fortzusetzen."
Deshalb legt die Landesregierung einen besonderen Fokus auf die potenziellen beruflichen Wiedereinsteigerinnen, also die Mütter, die nicht erwerbstätig sind, es aber gerne wären und zum Teil bereits auch aktiv eine Beschäftigung suchen. 2005 zählten in Nordrhein-Westfalen rund 300.000 Frauen zu dieser Personengruppe, 2007 waren es noch 240.000. "Offensichtlich begünstigte die gute Wirtschaftslage auch diese Personengruppe, die dank des Ausbaus der Kinderbetreuungsangebote Beruf und Familie besser in Einklang bringen kann," so Minister Laschet. "Die Vervierfachung der Plätze für Unterdreijährige ist auch eine Vervierfachung der Chancen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren."
Um Frauen nach einer Familienphase beim beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen, hat das Landesfrauenministerium in Kooperation mit dem Landesarbeitsministerium das bundesweit einzigartige Informations- und Serviceangebot "Forum Wiedereinstieg" aufgebaut. Es besteht aus drei miteinander verknüpften Elementen - einem Internetportal, einem Telefonservice und einem Wissensmanagementsystem - und befindet sich derzeit im Probelauf. Anfang 2009 wird das Angebot allen Bürgerinnen (und Bürgern) zur Verfügung stehen.