Pressemitteilung vom 08.12.2008
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (8. Dezember 2008) in Düsseldorf die neue Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Dr. Marion Ackermann vorgestellt. Dr. Marion Ackermann tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Armin Zweite an, der nach 17 Jahren als Leiter der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zur Sammlung Brandhorst in München wechselte. Marion Ackermann ist seit Oktober 2003 Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, das im März 2005 in einem Neubau am Stuttgarter Schlossplatz eröffnet wurde.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: "Frau Dr. Ackermann wurde in der heutigen Kuratoriumssitzung zur Nachfolgerin von Herrn Prof. Armin Zweite bestimmt. Ich freue mich sehr, dass Frau Dr. Ackermann diese neue Aufgabe übernimmt. Sie hat das Kunstmuseum Stuttgart in einer schwierigen Umbauphase übernommen. Mit 38 Jahren war sie damals die jüngste Leiterin eines größeren Museums in Deutschland. Dort hat sie eine Aufbauarbeit geleistet, die exzellent, innovativ und erfolgreich war und von Anfang an internationale Aufmerksamkeit erhielt. Auch ihre Ankaufspolitik gilt als glänzend. Aus Stuttgart ist zu vernehmen, dass man sie dort ungern ziehen lässt."
Dr. Marion Ackermann war im Oktober 2003 vom Gemeinderat an das noch im Bau befindliche Kunstmuseum Stuttgart berufen worden. 1965 in Göttingen geboren, studierte sie in Göttingen, Kassel, Wien und München Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte. Thema ihrer Promotionsschrift waren die autobiografischen und theoretischen Texte Wassily Kandinskys. Von 1995 bis 2003 war sie an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus beschäftigt und kuratierte dort unter anderem folgende Ausstellungen: Paula Modersohn-Becker (1997), Rosemarie Trockel (2000), »SchattenRisse« (2001), Katharina Grosse (2002), »Unwirklichkeit üben« (Lovis Corinth und Max Slevogt, 2003) sowie die Ausstellungsreihe »Dialoge zur Zeichnung«.
Unter ihrer Leitung als Direktorin des Kunstmuseum Stuttgart fanden nach der Eröffnungspräsentation dort monografische Ausstellungen zu Otto Dix, Max Bill, Fritz Winter, Josephine Meckseper, Dieter Krieg und Christian Jankowski sowie Themenausstellungen wie »Leuchtende Bauten: Architektur der Nacht«, »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen« oder »Laboratorium Lack« statt. Ein entscheidender Schwerpunkt während ihrer Zeit als Direktorin im Kunstmuseum Stuttgart lag auf dem Bereich der Kunstvermittlung, speziell der Jugendarbeit. Neben ihrer Museumstätigkeit lehrte Dr. Marion Ackermann an der Universität Augsburg, an der Akademie der Bildenden Künste und der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München sowie an der Universität Stuttgart.
Sie ist Mitglied im Beirat der Berlinischen Galerie und des Goetheinstituts, Jurymitglied in der Bundeskulturstiftung sowie beim Kaiserring Goslar (2008 hielt sie in dieser Funktion die Laudatio auf den Kaiserring-Preisträger Andreas Gursky). Zudem ist sie Mitglied des Hochschulrates an der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart, Mitglied der Kommission »Kinder zum Olymp« in der Kulturstiftung der Länder sowie Mitglied des Kuratoriums Triennale für Kleinplastik Fellbach.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers betonte: "Das alles sind ideale Voraussetzungen, um die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu leiten. Mit Ihrem Sinn für absolute Qualität und Ihrem Blick für das Innovative haben Sie sich, Frau Ackermann, in wenigen Jahren bereits einen Namen gemacht. Deshalb sind wir sicher: Sie werden die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen als Zentrum der Bildenden Kunst weit über die Landesgrenzen hinaus strahlen lassen – sei es im Inland, sei es im Ausland. Mit Ihrer Hilfe werden wir einen weiteren Schritt nach vorne machen, um Nordrhein-Westfalens ambitioniertes kulturelles Profil zu schärfen."