Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Deutscher Olympischer Sportbund ruft "Jahr der Frauen im Sport" aus

Frauen sollen für den Sport und für Führungspositionen in Vereinen gewonnen werden

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat das Jahr 2009 zum "Jahr der Frauen im Sport" erklärt. Auf dem Neujahrsempfang des DOSB am 19. Januar in Frankfurt stellten DOSB-Präsident Thomas Bach und die DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung Ilse Ridder-Melchers die Aktionen vor, mit denen bei der weiblichen Bevölkerung Interesse am Sport und an der Übernahme von Spitzenfunktionen in Verbänden und Vereinen geweckt werden soll. Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel übernommen, die das Konzept mit den geplanten Veranstaltungen, Kooperationen und Projekten als "vorbildlich" lobte.

Verbandswettbewerb und Schulung für Führungstalente

Ein wesentlicher Baustein des Projektes "Frauen gewinnen!" ist der Verbandswettbewerb "Frauen an die Spitze". Er soll Anreize für Mitgliedsorganisationen schaffen, sich in diesem Jahr mit Hilfe von Projekten stärker für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Gremien ihres Verbandes einzusetzen. Ein "Führungstalente-Camp" bildet einen weiteren Baustein. Hier werden Kommunikations- und Verhandlungskompetenz sowie Rhetorik und Konfliktmanagement geschult. Die Fortbildungen sind für Frauen gedacht, die eine Führungsposition anstreben oder vor kurzem übernommen haben.

Frauensportwochen

Während der "FrauenSportWochen" 2009 sollen Vereine bundesweit gezielt Frauen ansprechen, die noch nie oder schon lange keinen Sport mehr betrieben haben. Der Zeitraum des vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Projektes weitet sich zunehmend aus: Gab es 2007 zunächst einen Aktionstag, dauerten die Frauensportaktionswochen 2008 bereits vom 1. Juni bis zum Beginn der Sommerferien in dem jeweiligen Bundesland. In diesem Jahr sollen die Frauensportwochen ab Mai bis in den September hinein Mädchen und Frauen mit Schnupperangeboten zu mehr Bewegung motivieren. Viele prominente Frauen aus Politik und Sport wie die Bundesministerinnen Ursula von der Leyen, Annette Schavan, Ulla Schmidt und Brigitte Zypries oder erfolgreiche Athletinnen wie Kirsten Bruhn, Anna Dogonadze, Steffi Jones und Kati Wilhelm stehen als Unterstützerinnen zur Verfügung.

Angebote zur Selbstverteidigung

Mit der Aktion "Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns" zeigt der DOSB auch in 2009 Flagge zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" am 25. November. Gemeinsam mit Kampfsportverbänden sowie weiteren Kooperationspartnerinnen werden Aktionen im Bereich Selbstbehauptung und Selbstverteidigung durchgeführt. Gleichzeitig sollen die Netzwerke gegen Gewalt an Frauen vor Ort ausgebaut und gestärkt werden.

Internetauftritt "Frauen gewinnen"

Mit Hilfe des Internets sollen die Inhalte des Schwerpunktjahres öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden. Auf der Internetseite www.frauen-gewinnen.de finden sich sämtliche Aktivitäten. Es werden starke Frauen sowie erfolgreiche Projekte aus Vereinen und Verbänden präsentiert. Mitgliedsverbände des DOSB können "Internetpatenschaften" übernehmen, eigene Projekte und Aktionen zur Diskussion stellen und sich dadurch auch vernetzen.

Sport für zugewanderte Frauen

Ebenfalls im Jahr 2009 startet der DOSB mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit das Netzwerkprojekt "Bewegung und Gesundheit - mehr Migrantinnen in den Sport". Fünf ausgewählte Verbände werden Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu mehr körperlich-sportlicher Aktivität motivieren und sie über den Vereinssport mit dem deutschen Gesundheitswesen vertraut machen. Sport und Bewegung werden mit Bildungs- und Qualifizierungsangeboten, wie beispielsweise Sprachkursen, verbunden. Die so geschaffenen Netzwerke, so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, sollen ein dauerhafter Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Lage und der Integration von Migrantinnen sein. Bisher sind Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte aufgrund kultureller und geschlechtsspezifischer Aspekte kaum im Sport präsent.

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 03.02.2009)

Beratungsstellenfinder

Karte_NRW