Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

JVA Duisburg-Hamborn hat neue Chefin - weitere Spitzenposition im nordrhein-westfälischen Justizvollzug mit einer Frau besetzt

Pressemitteilung vom 30.04.2009

Das Justizministerium teilt mit:

In rund einem Drittel der nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten stehen Frauen an der Spitze. Dies hat Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter heute (30. April 2009) anlässlich der Einführung der neuen Leiterin der Justizvollzugsanstalt Duisburg-Hamborn, Angelika Syrnik, herausgestellt.

Nach Angaben der Ministerin werden damit inzwischen 12 der 37 Haftanstalten im Lande von einer Frau geführt. Frauen zeichneten sich neben ihren fachlichen Fähigkeiten durch ausgeprägte Sozial- und Personalführungskompetenz aus, hob die Ministerin hervor: "Sie denken nicht "schwarz-weiß", sie sehen Vielfalt als Chance und wissen um die Stärken und Schwächen des Einzelnen." Sie würden nicht nur eine Anstalt managen, sondern seien häufig auch privat in Mehrfachverantwortung.

Im Übrigen sei der Vollzug immer noch deutlich von Männern dominiert. Knapp 21 Prozent aller Bediensteten in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen seien Frauen. "Einer Männerwelt tun Frauen aus unterschiedlichen Gründen aber richtig gut", zeigte sich die Ministerin überzeugt. Führungskräfte seien besonders gefordert, Fehlentwicklungen mit der notwendigen Sensibilität entgegen zu wirken. Frauen seien dazu besonders befähigt. Die Ministerin wünscht sich, "dass Frauen in Führungspositionen noch mehr als bisher zur Selbstverständlichkeit werden, weil wir ihre Stärken brauchen."

Seit dem 1. Dezember 2008 steht Angelika Syrnik an der Spitze der Justizvollzugsanstalt Duisburg-Hamborn. Ihre Vorgängerin Beate Peters leitet inzwischen die Justizvollzugsanstalt Willich I. Beides sind Anstalten des geschlossenen Männervollzugs.

 

Beratungsstellenfinder

Karte_NRW