Hilfe und Unterstützung für betroffene Frauen und bedrohte Mädchen
In Düsseldorf ist jetzt eine Beratungsstelle für Frauen und Mädchen eingerichtet worden, die von Genitalbeschneidung betroffen oder bedroht sind. In Einzelgesprächen erhalten Frauen und Mädchen Rat, Hilfe und Unterstützung bei gesundheitlichen Fragen, drohender Abschiebung oder sozialen Problemen. Träger der Beratungsstelle ist der Verein "Stop mutilation". Mit Hilfe der seit 2008 gewährten finanziellen Unterstützung durch die Childhood Stiftung der schwedischen Königin Silvia konnten das bereits bestehende ehrenamtliche Angebot jetzt erweitert und ein eigener Raum angemietet werden.
Die Beraterinnen im Büro klären über die Folgen der Genitalbeschneidung auf und unterstützen Mütter, ihre Töchter davor zu schützen. Sie helfen betroffenen Frauen und Mädchen bei auftretenden Gesundheitsproblemen und bei der Suche nach erfahrenen und sensiblen Gynäkologinnen und Gynäkologen. Auch hilfesuchende Väter, Brüder oder Freunde können sich an die Beratungsstelle wenden. Sie werden von einem Mann beraten. Alle im Büro von "Stop mutilation" Tätigen sind afrikanischer Herkunft und sprechen Deutsch, Englisch, Arabisch, Somali, Tigrinia und Amharisch.
(frauennrw.de, 16.7.2009)