Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Der Hausfrauen-Bund heißt nun Berufsverband der Haushaltsführenden

Reaktion auf stärkere Beteiligung der Väter an Kindererziehung und Hausarbeit

Der Deutsche Hausfrauen-Bund hat sich 2009 einen neuen Namen gegeben. Der Verband heißt nun offiziell "DHB - Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden e.V.". Die Namensänderung wurde schon im Mai auf dem DHB-Bundeskongress beschlossen. Mit dem Eintrag ins Vereinsregister am 23.9.2009 ist die Übernahme des neuen Namens auch für die Landesverbände verpflichtend.

Veränderte Familienstrukturen

Der DHB reagiert mit der Namensänderung auf veränderte Familienstrukturen und eine stärkere Einbindung der Väter in Kindererziehung und Hausarbeit. Seit Jahren verzeichnet der Verband außerdem eine steigende Zahl von männlichen Mitgliedern. Diese Entwicklungen sollten sich nun auch in einem geschlechtergerechten Namen widerspiegeln. Der Verband entschied daher auf dem Bundeskongress eine Änderung der geschlechtsspezifischen Bezeichnung "Hausfrauen-Bund".

Ziel: Aufwertung der Hausarbeit

Der DHB wurde 1915 gegründet, um die soziale Absicherung der im Haushalt Beschäftigten zu stärken und hauswirtschaftliches Wissen zu vermitteln. Bis heute bietet der Verband Fortbildungen in Bereichen wie Hauswirtschaft, Ernährungslehre oder Energiesparen an. Eines der obersten Ziele des Verbands ist die gesellschaftliche und soziale Aufwertung der unbezahlten Haus- und Familienarbeit. Der Verband arbeitet auf kommunaler, Landes- und Bundesebene eng mit Organisationen wie Verbraucherzentralen, Industrieverbänden und Behörden zusammen und greift auch aktuelle gesellschaftspolitische Verbraucher- und Umweltfragen auf.

Imagewechsel nach über 90 Jahren

Angelika Grözinger, Präsidentin des DHB, weiß, dass der Hausfrauen-Bund schon seit Jahren vor allem mit den drei großen Ks - Kinder, Kirche, Küche - in Verbindung gebracht wird. Das sei jedoch "schon lange nicht mehr zeitgemäß", sagte sie anlässlich der Umbenennung. Nach über 90 Jahren Verbandsgeschichte wird nun auch nach außen hin eine Neuorientierung sichtbar, die sich in Verbandszusammensetzung und -arbeit bereits niedergeschlagen hat. Auch die Landesverbände werden nun pflichtgemäß nach und nach den neuen Namen in ihre Satzungen übernehmen. Der Landesverband Westfalen etwa hat Mitte Oktober die Namensänderung umgesetzt. Den einzelnen Ortsverbänden steht es frei, die Änderung zu übernehmen. "Wie hier die Reaktionen ausfallen, werden die kommenden Mitgliederversammlungen zeigen", sagte Eva-Marie Bialowons-Sting, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Westfalen und 1. Vorsitzende des Ortsverbands Siegen gegenüber "frauennrw.de".

Weiterführender Link:

(frauennrw.de, 05.01.2010)

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