Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen offiziell eröffnet

Kompetenzzentrum soll Gleichstellung der Geschlechter auf EU-Ebene fördern

Ende vergangenen Jahres hat das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius offiziell seine Arbeit aufgenommen. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat hatten im Dezember 2006 mit der Verordnung (EG) Nr. 1922 die Einrichtung eines europäischen Genderinstituts beschlossen. Obwohl das Institut der Verordnung nach schon Anfang 2007 voll arbeitsfähig sein sollte, hatte sich seine Einrichtung auf Grund von Schwierigkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Direktorin immer wieder verzögert. Mit der Schwedin Virginija Langbakk konnte schließlich Anfang 2009 eine für die 27 EU-Mitgliedstaaten konsensfähige Direktorin für das EIGE gefunden werden.

Forschung und Öffentlichkeitsarbeit

Das EIGE hat die Aufgabe, als Kompetenzzentrum auf EU-Ebene die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen (insbesondere die Kommission) bei der Förderung der Geschlechtergleichstellung zu unterstützen. Dazu gehört, vergleichbare Daten zur Gleichstellung in den Mitgliedstaaten zusammenzutragen, zu analysieren und zu verbreiten. Weiter soll das Institut Instrumente entwickeln, mit denen der Gleichstellungsaspekt in alle Politikbereiche der Gemeinschaft sowie in die nationalen Politikbereiche einbezogen werden kann (Gender Mainstreaming). Ein weiteres Ziel ist es, die Unionsbürgerinnen und -bürger stärker für Gleichstellungsfragen zu sensibilisieren.

Netzwerk von Expertinnen und Experten

Auf Vorschlag des Ausschusses für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) des Europäischen Parlaments wird das Institut durch ein Netzwerk von Expertinnen und Experten (Gender Equality Netzwerk) ergänzt. In diesem Netzwerk, das besonders den Informationsfluss über "Best Practice-Beispiele" in den Mitgliedstaaten garantieren soll, werden wissenschaftliche Institute, Universitäten und die Zivilgesellschaft eingebunden sein. Für den Zeitraum 2007 bis 2013 ist das Institut mit etwa 30 Beschäftigten und einem Etat von 52,5 Mio. Euro ausgestattet.

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 21.01.2010)

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