Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  1. Frauen NRW

Bundesinitiative fördert Gleichstellung in der Wirtschaft

Gemeinsame Aktion vom Bundesarbeitsministerium, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Deutschen Arbeitgeberverbände 

Die Bundesinitiative "Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft" will mehr Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die im Januar gestartete Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) entwickelt. Bis Ende 2013 werden Projekte von Unternehmen, Gewerkschaften, öffentlichen Institutionen, Bildungsträgern, Verbänden und Forschungseinrichtungen gefördert, die gezielt die Situation von erwerbstätigen Frauen verbessern.

Frauen sind seltener berufstätig

In Deutschland sind Frauen noch immer seltener berufstätig als Männer. Sie verdienen im Schnitt weniger und besetzen weniger Führungspositionen. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) war der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft 2007 in etwa wieder auf dem Niveau von 2002. Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied lag 2009 bei durchschnittlich 23 Prozent. Dies steht im Widerspruch zur erklärten Zielsetzung der Bundesregierung. Im Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie (2008) legte sie als Ziel fest, die Entgeltungleichheit bis 2010 auf 15 Prozent und bis 2015 auf zehn Prozent zu reduzieren.

Erste Projekte laufen an

Die Bundesinitiative wird aus Mitteln des Bundesarbeitsministeriums sowie Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Ausgewählte Projekte können bis zu drei Jahre lang unterstützt werden. Ein Höchstförderbetrag ist dabei nicht festgelegt. Insgesamt stehen 110 Millionen Euro zur Verfügung. Die ersten elf Projekte wurden Anfang Dezember 2009 bereits ausgewählt und laufen voraussichtlich in diesem Frühjahr an.

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 08.03.2010)

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