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DFB-Pokalfinale der Frauen am 15. Mai in Köln

Finalspiel wird zum ersten Mal losgelöst vom Männerfußball ausgetragen  

Am 15. Mai findet das DFB-Pokal-Finale der Frauen in Köln statt. Zum ersten Mal wird das Finalspiel der Frauen unabhängig vom DFB-Pokal der Männer ausgetragen. Der DFB hat sich im Vorfeld der Frauen-WM 2011 in Deutschland zu diesem Schritt entschlossen. In der Vergangenheit hatte das Finalspiel stets als "Vorspiel" des Männer-Endspiels im Berliner Olympiastadion stattgefunden. Rund um das Endspiel haben das Amt für Gleichstellung und das Sportamt der Stadt Köln ein Jahresprogramm zusammengestellt, das die Popularität des Frauenfußballs fördern soll.

Die Frauen und der Fußball
Noch vor einem halben Jahrhundert galt der Fußball als reine Männersache. Unter Androhung von Strafe untersagte der DFB 1955 seinen Vereinen Damenfußballabteilungen zu gründen oder ihre Sportplätze dem Frauenfußball zur Verfügung zu stellen. Fußballbegeisterte Frauen ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern und gründeten eigene Verbände wie den "Westdeutschen Damen­Fußball­Verband". Die Hartnäckigkeit der Fußballerinnen bewährte sich: 1970 hob der DFB sein Verbot wieder auf. Seitdem ist die Zahl der "Mannschaften" im Frauenfußball weiter gestiegen und die Deutsche Nationalelf die erfolgreichste Frauenfußballmannschaft der Welt. Bislang hat sie sieben Europameisterschaften und zwei Weltmeisterschaften gewonnen. Dass in diesem Jahr das DFB-Pokal-Finale zum ersten Mal "männerfußballunabhängig" ausgetragen wird, stellt einen weiteren Schritt in Richtung Gleichstellung des Frauenfußballs dar.

Köln macht sich für den Frauenfußball stark
Im Finale am 15. Mai 2010 um 16.00 Uhr im Rhein-Energie-Stadion werden der FCR 2001 Duisburg und der FF USV Jena gegeneinander antreten. Es stehen 46.000 Tickets zur Verfügung. Der Verkauf steuerte in der dritten Aprilwoche auf die 10.000-Marke zu. "Langfristig ist es unser Ziel das DFB-Pokalfinale als unabhängige Veranstaltung zu erhalten", sagt Petra Engel, Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln, "am besten natürlich hier in Köln."Damit der Frauenfußball nachhaltig auch über die Weltmeisterschaft 2011 hinaus einen höheren Bekanntheitswert erhält, haben das Amt für Gleichstellung und das Sportamt ein Jahresprogramm mit verschiedenen Aktionen erstellt. Das Programm steht unter dem selbstbewussten Slogan: "Wir sind Weltmeisterinnen - und das nicht nur im Fußball!"

Weiterführende Links:

(frauennrw.de, 26.04.2010)  

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