Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Bundeskonferenz kommunaler Gleichstellungsbeauftragter tagte in Wuppertal

Rosarot für Männer - Himmelblau für Frauen? Geschlechterkultur im Wandel

Rund 350 kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus dem ganzen Bundesgebiet sind vom 2. Bis 4. Mai in Wuppertal zu ihrer 20. Bundeskonferenz zusammengekommen. Unter dem Titel "Rosarot für Männer - Himmelblau für Frauen? Geschlechterkultur im Wandel!" haben sie sich mit den alten und neuen Rollenbildern von Frauen und Männern beschäftigt, Veränderungen aufgespürt und deren Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft untersucht.

Aktuelle Bilanz zum Thema Arbeitswelt

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stand auch eine aktuelle Bilanz zum Thema Arbeitswelt. Gefragt wurde unter anderem, wer von der wirtschaftlichen Krise eher profitiert und wer darunter gelitten hat. In einzelnen Foren diskutierten die Teilnehmerinnen Themen wie "klassische Familie als Auslaufmodell" oder "Karrierefrauen: Das bisschen Haushalt macht sich von allein... oder der Job geht immer vor?!", aber auch "neue Wohn- und Lebensmodelle von Frauen" sowie "Geschlechterverhältnisse und Lachkulturen". Kritisch hinterfragt wurden die "umgekehrten" Geschlechterstereotypen im Schulsystem, die Jungen zu Verlierern und Mädchen zu Gewinnerinnen des Bildungssystems machen.

Dazu hatte das Sprecherinnengremium der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler (BAG) Frauenbüros hochkarätige Referentinnen und Referenten eingeladen, unter anderem Professorin Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes Jutta Wagner oder auch Professorin Dr. Angelika Schmidt-Koddenberg von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, im vergangenen Jahr ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz.

Gleichstellungsbeauftragte in kommunalen Verwaltungen unverzichtbar

In ihrem Grußwort betonte die Staatssekretärin im nordrhein-westfälischen Frauenministerium Dr. Marion Gierden-Jülich die Bedeutung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten für eine in sich konsistente Strategie zur Förderung von Frauen: "Sie sind unverzichtbar im Gefüge der kommunalen Verwaltung und oft die wichtigsten Ansprechpartnerinnen für frauenpolitische Fragen vor Ort."

In den nordrhein-westfälischen Kreisen, Städten und Gemeinden setzen sich 375 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Ihre Bundeskonferenz findet alle zwei Jahre statt und formuliert Positionen und künftige Arbeitsschwerpunkte in der Gleichstellungspolitik. Sie ist außerdem eine Plattform zur Vernetzung mit Experten und Expertinnen aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Medien.

Weiterführende Links:

(frauennrw, 06.05.2010)

 

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