Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
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Ministerin Steffens zum 100. Internationalen Frauentag: „Wir haben Erfolge, sind aber noch lange nicht am Ziel“

img_Barbara_Steffens_mgepa_Torsten-Stecher_mod_100Anlässlich des Internationalen Frauentages, der am 8. März 2011 zum 100. Mal stattfindet, erklärt Emanzipationsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf: "Der Internationale Frauentag als jährlicher Gedenktag ist ein Aufruf an alle Frauen zur Solidarität und aktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft."

Pressemitteilung vom 07.03.2011

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Der 100. Internationale Frauentag ist ein guter Zeitpunkt zur gleichstellungspolitischen Standortbestimmung. Zu Recht dürfen wir stolz sein auf das, was in den letzten Jahrzehnten frauenpolitisch erreicht wurde. In der Rückschau müssen wir aber auch feststellen, dass der endgültige Durchbruch hin zu einer wirklichen Chancengleichheit und Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern auch im 21. Jahrhundert und auch in unserem Land noch nicht gelungen ist. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen oder aber die Männerdominanz in den Führungsetagen sind dafür zwei Beispiele,“ sagte Emanzipationsministerin Barbara Steffens.

Die Landesregierung hat die Gleichstellung von Frauen und Männern konsequent in allen Politikfeldern ihres Handelns als Querschnittsziel verankert. In diesem Zusammenhang begrüßt die Ministerin ausdrücklich auch das Gutachten „Neue Wege - gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“ der Sachverständigenkommission zur Erstellung des Ersten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung vom Januar 2011, das die Richtigkeit dieses politischen Ansatzes eindrucksvoll unterstreicht.

Ministerin Steffens: „Der Internationale Frauentag als jährlicher Gedenktag ist auch ein Aufruf an alle Frauen zur Solidarität und aktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft. Es geht nicht darum, gegen jemanden oder gegen etwas zu sein. Es geht vielmehr darum, für gleiche Chancen von Frauen und Männern auf ein selbstbestimmtes Leben in einer solidarischen Gemeinschaft einzutreten.“

Ministerin Steffens stellte klar, dass sie es für falsch hält, den Internationalen Frauentag auf eine ideologische Richtung oder ein Ereignis reduzieren zu wollen: „Die Geschichte der Frauenbewegung zeigt, dass wirklich große Erfolge immer dann erzielt wurden, wenn Frauen sich einig waren und gemeinsam für ihre Rechte eintraten.“

Weiter betonte Steffens: „Um Landespolitik konkret zu gestalten, wollen wir vernetztes Arbeiten sehr viel stärker, als das bisher der Fall war, etablieren. Ein Beispiel ist unsere eigene Veranstaltung zum Internationalen Frauentag. An der Vorbereitung und Durchführung waren und sind über 30 Frauenorganisationen beteiligt!" Die gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter mit zahlreichen Frauenorganisationen aus Anlass des 100. Internationalen Frauentages findet am 19. März 2011 in Mülheim a. d. Ruhr statt.

Hintergrund:

Der Internationale Frauentag geht auf einen Vorschlag von Clara Zetkin zurück und wurde erstmals am 19. März 1911 veranstaltet. Mehr als eine Million Frauen gingen damals in Deutschland, aber auch in Österreich, der Schweiz und Dänemark, für ihre Rechte auf die Straße. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen stand das aktive und passive Frauenwahlrecht.

Foto: MGEPA / Torsten Stecher

Links:

frauennrw.de:

"Neue Wege - Gleiche Chancen": Gutachten für ersten Gleichstellungsbericht

100. Internationaler Frauentag: NRW feiert in Mülheim an der Ruhr

 

 

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