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"Das Netzwerk Frauenforschung NRW – Geschichte und Gegenwart einer Wissenschaftsinstitution"

img_Titel_Netzwerk-Frauenforschung_100Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens veröffentlichte das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW die von der Historikerin Dr. Uta C. Schmidt verfasste Studie: "Das Netzwerk Frauenforschung NRW – Geschichte und Gegenwart einer Wissenschaftsinstitution". Die Publikation steht im Internet zum Download zur Verfügung.

„Wissenschaft-Machen“ als Leitidee: 2011 feierte das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW sein 25-jähriges Bestehen. Dies war nicht nur der Anlass für eine Tagung an der Universität Paderborn unter dem thematischen Schwerpunkt Künstlerische Selbstkonzepte im letzten Jahr. Der runde Geburtstag wird nun außerdem mit einer eigenen Studie zur „Geschichte und Gegenwart einer Wissenschaftsinstitution“ gewürdigt, die von Uta C. Schmidt erarbeitet wurde. „Ich sehe die Studie im Sinne einer frauenbewegten Traditionsbildung“, fasst die Autorin ihr Erkenntnisinteresse zusammen.

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure in Wissenschaft und Politik haben dazu beigetragen, dass das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, das 1986 unter dem Namen Netzwerk Frauenforschung NRW gegründet wurde, im Laufe eines Vierteljahrhunderts in der akademischen Welt an Größe und Bedeutung gewonnen hat. Die neue Studie gibt einen Überblick über seine AkteurInnen, Aktivitäten und Handlungsräume von den ersten Schritten bis in die Gegenwart. Die Autorin erzählt nicht nur die Vorgeschichte im Kontext des nordrheinwestfälischen Hochschulausbaus, sondern gibt darüber hinaus einen Einblick in die Entfaltung des Netzwerks seit den 1990er Jahren: das Einrichten der Koordinationsstelle, die Positionierung als Wissenschaftsinstitution und schließlich die aktuelle Arbeit zwischen Forschung und Vernetzung.

Die Studie zeichnet ein spannendes Bild des Netzwerks zwischen Hochschul- und Wissenschaftspolitik, Frauenbewegung und den landespolitischen Machtverhältnissen. Gefragt nach einem Resümee setzt Uta C. Schmidt nach kurzem Überlegen an: „In der heutigen Verfassung des Netzwerks liegen alle bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse auf inhaltlichen wie institutionellen Ebenen, liegen alle bisherigen Gewinne und Verluste der hochschulpolitischen Frauenbewegung.“ Die interdisziplinäre wissenschaftliche Genderforschung steht, so zeigt der historische Rückblick, nicht mehr am Anfang. Der Einsatz für mehr Geschlechterdemokratie muss aber auch in Zukunft – so der Ausblick – kontinuierlich und aktiv fortgeführt werden.

Über die Autorin

Dr. Uta C. Schmidt ist Historikerin und Lehrbeauftragte an der Universität Duisburg-Essen sowie Projektleiterin von FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE.

 

Das Netzwerk Frauenforschung NRW – Geschichte und Gegenwart einer Wissenschaftsinstitution

Veröffentlichung aus der Reihe „Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW“

Die Studie kann kostenfrei online abgerufen oder als Druckversion bestellt werden.

(frauennrw.de, 02.08.2012)

 

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